Barmherzige Brüder verleihen Förderpreis an Absolventinnen der OTH Regensburg

Sechs Studierende der Sozial- und Gesundheitswissenschaften erhalten insgesamt 6.500 Euro

Bild 01: Rebekka Alena Mathis (Sozialpädagogin, B.A.), eine der beiden Erstplatzierten des Förderpreises der Barmherzigen Brüder 2020. Foto: Johannes Klütsch

Der Orden der Barmherzigen Brüder, Bayerische Ordensprovinz, hat sechs erfolgreiche Absolventinnen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) mit einem Förderpreis in Höhe von insgesamt 6.500 Euro ausgezeichnet. Am Freitag, 13. November, überreichten die Barmherzigen Brüder den Preis zum 16. Mal; zum ersten Mal fand die Veranstaltung per Videoübertagung statt. Gefördert werden herausragende Abschlussarbeiten der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, die sich mit der Thematik der Hilfen für behinderte und psychisch kranke Menschen, der Rehabilitation, der Altenarbeit und Altenhilfe, der Erwachsenenbildung, der Sozialen Arbeit im Krankenhaus, der Hospizarbeit, der Obdachlosenhilfe, des christlichen Menschenbildes, der Pflege oder mit ethischen Fragestellungen befassen.  

Es wurden fünf Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit prämiert. Den ersten Preis mit einem Preisgeld in Höhe von je 1.500 Euro bekamen Bachelorabsolventin Rebekka Alena Mathis, Studiengang Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit, und Masterabsolventin Gudrun Bahr, Studiengang Leitung und Kommunikationsmanagement. Die drei zweiten Preise in Höhe von je 1.000 Euro gingen an Eva Pichlmeier, Bachelorabsolventin der Sozialen Arbeit, Christiane Porwoll und Carina Schmoll, beide Bachelorabsolventinnen des Studiengangs Pflege. Den dritten Preis in Höhe von 500 Euro erhielt Leonie Walter, Bachelorabsolventin der Physiotherapie. Alle Preisträgerinnen zeigten besonderes Engagement in ihren Themenfeldern und überzeugten die Jury durch akademische Leistungen, die den Durchschnitt weit überstiegen.  

„Wer sich in einen Studiengang der Sozial- und Gesundheitswissenschaften einschreibt, bringt von vornherein die Bereitschaft mit, einen Dienst am Menschen zu leisten,“ honorierte Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, die Preisträgerinnen und fügte hinzu: „Als Hochschule haben wir die Aufgabe, diese Bereitschaft zu fördern.“ Er freue sich deshalb außerordentlich über das jahrelange Engagement der Barmherzigen Brüder und dankte dem Orden, der sich neben der Verleihung des Förderpreises auch beim Deutschlandstipendium beteiligt und die OTH Regensburg durch eine Stiftungsprofessur im Bereich der Pflegewissenschaft unterstützte.  

Ordensvertreter Pater Thomas Väth ging in seiner Ansprache auf die wissenschaftlichen Arbeiten der Preisträgerinnen ein. Er betonte, dass gerade die sozialen Berufe durch die COVID-19-Pandemie gefragt seien. Es gelte neue Möglichkeiten zu entwickeln, um trotz der Einschränkungen hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, denn soziale Kontakte seien lebensessenziell. „Für uns, die im sozialen Sektor arbeiten, kommt es gerade jetzt darauf an, Menschen Lebensqualität zu ermöglichen“, sagte Väth. „Wie gehen wir beruflich damit um, wenn Menschen in diesen Zeiten unsere Hilfe brauchen? Wie werden wir unserem Auftrag gerecht?“ Diese Herausforderungen beschäftigten das Personal in Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Kinder-, Alten- und Pflegeheimen, aber auch die Wissenschaft, für die sich im Sozial- und Gesundheitsbereich neue Fragestellungen ergeben.  

Für Prof. Dr. Carl Heese, Dekan der Fakultät Sozial- und Gesundheitswissenschaften, hat die Preisverleihung eine besondere Bedeutung, denn es sei immer noch keine Selbstverständlichkeit, dass Exzellenz auch in den Bereichen Gesundheit und Soziales gefördert wird: „Wir können doppelt stolz sein: darauf, dass an unserer Fakultät dieser renommierte Preis der Barmherzigen Brüder verliehen wird, und auf unsere Preisträgerinnen, die in diesem Jahr mit ihren Leistungen hervorgetreten sind.“ Moderiert wurde die Veranstaltung durch Studiendekanin Prof. Renate Kühnel.  

Die Förderpreise 2020 im Überblick  

·         1. Preis (1.500 Euro): Rebekka Alena Mathis (Sozialpädagogin, B.A.): Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit in der Trauerbegleitung. Hintergründe und Überlegungen zur Erschließung eines neuen Tätigkeitsfeldes. Betreuung: Prof. Renate Kühnel
·         1. Preis (1.500): Gudrun Bahr (Leitung und Kommunikationsmanagement, M.A.): Vor welchen Herausforderungen stehen junge Menschen mit ADHS am Übergang Schule – Beruf und welche Hilfen gibt es? Betreuung: Prof. Dr. Matthias Dalferth 
·         2. Preis (1.000): Eva Pichlmeier (Sozialpädagogin, B.A.): Ermittlung der Wertschöpfung einer sozialen Dienstleistung mit Hilfe des Social Return on Investment. Anwendung der SROI-Analyse auf das Angebot „Betreutes Wohnen in Gastfamilien für Menschen mit Behinderung“. Betreuung: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker 
·         2. Preis (1.000): Christiana Porwoll (Pflege, B.Sc.): Interkulturelle Pflege: Welche Auswirkungen hat der Ramadan auf muslimische Diabetiker? Betreuung: Prof. Dr. Christa Mohr
 ·         2. Preis (1.000): Carina Schmoll (Pflege, B.Sc.): Wie beeinflusst Nachtarbeit den Schlaf von Pflegekräften? Gibt es Maßnahmen, welche den Schlaf nach Nachtdiensten verbessern können? Betreuung: Prof. Dr. Christa Mohr
 ·         3. Preis (500): Leonie Walter (Physiotherapie, B.Sc.): Physiotherapeutische Ausbildungsmöglichkeiten in Tansania: Wie schätzen tansanische Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen die Ausbildungsmöglichkeiten und die physiotherapeutische Versorgung in ihrem eigenen Land ein? Welche Herausforderungen und Chancen gibt es in Hinblick auf die aktuellen Ausbildungsmöglichkeiten? Betreuung: Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali    

 

 

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