Soziale Kontakte ermöglichen

Bundeswehr bei Teststation für Besucher von Alten- und Pflegeheimen

Freuen sich über die gute Zusammenarbeit (v.l. vorne) Oberstabsgefreiter Anis Hammada, Hauptfeldwebel Christina Minke, Oberstabsgefreiter Justin Tappert und (v.l. hinten) Hans Emmert, Markus Wimmer, Dr. Albert Solleder, Oberstleutnant Martin Neuner, Natalie Gräfe, Hauptmann Roman Rauwolf und Sabine Letsch-Stockmann.

Soziale Kontakte sind wichtig und gerade in der Corona-Pandemie ein Segen für viele Menschen. Beim ersten Lock down wurde deutlich, dass gerade Menschen, die in einem Alten- oder Pflegeheim leben, sehr unter dem Besuchsverbot litten und große Schwierigkeiten mit der Einsamkeit hatten. Seit 2. Februar 2021 bieten Stadt und Landkreis auf dem Gelände der Barmherzigen Brüder eine Teststation für Besucher der Seniorenheime an. Soldaten des hiesigen Sanitätslehrregiments führen mit Unterstützung des Pionierbataillons aus Bogen die Tests durch. Die Organisation und Dokumentation läuft über Natalie Gräfe und einen Kollegen, die normalerweise im Jugendzentrum tätig sind, das aber wegen der Pandemie derzeit geschlossen ist.  

Die Soldatinnen und Soldaten des Sanitätslehrregiments Feldkirchen sind bereits seit Mitte Dezember 2020 in der Einrichtung der Barmherzigen Brüder tätig und führen dort Schnelltests für die Menschen, die dort leben und arbeiten sowie Besucher und externe Partner durch. Die dortige Teststation ist für alle Beteiligten ein Erfolg und Gewinn und so lag die Idee einer Verbindung mit einer Teststation für Besucher der Alten- und Pflegeheime nahe. Soldaten des Pionierbataillons aus Bogen wurden von den Kameraden aus Feldkirchen in ihre Aufgabe eingeführt und können nun bei den Tests unterstützen.  

Am 23. Februar 2021 kamen Vertreter der Stadt, der Bundeswehr und der Barmherzigen Brüder zusammen, um sich über die Zusammenarbeit und Abläufe in der Teststation zu informieren und es wurde schnell deutlich, dass sich alle Beteiligten über dieses Angebot freuen und die gute Zusammenarbeit loben. Geschäftsführer Hans Emmert begrüßte die Anwesenden und betonte, dass die Barmherzigen Brüder zunächst nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Markus Wimmer, Leiter des Amts für Soziale Dienste und seine Mitarbeitenden würden einen wichtigen Teil dieses Angebots darstellen, da sie die Anmeldungen, die in den Altenheimen eingehen, sammeln und die Terminvergabe mit den Besuchern koordinieren.  

Straubings Bürgermeister Dr. Albert Solleder überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und sprach seinen Dank für das Zustandekommen dieses Termins aus. Die Stadt Straubing sei aus drei Gründen dankbar: „Sie helfen dabei, die Pandemie zu bekämpfen und leisten einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben“ so Dr. Albert Solleder. Außerdem würde eine enge Verknüpfung zwischen der Stadt und der Bundeswehr bestehen, die bei dieser Zusammenarbeit deutlich werden würde.  

Oberstleutnant Martin Neuner, der als Vertreter des Kreisverbindungskommandos mit den beteiligten Stellen der zivilen und militärischen Seite kommuniziert und so das Zustandekommen einer solchen Zusammenarbeit koordiniert, berichtete von inzwischen 4500 Einsätzen der Bundeswehr seit März 2020 und erläuterte die Abläufe, um solche Angebote zu ermöglichen.  

Markus Wimmer sprach ebenfalls seinen Dank aus und verdeutlichte, dass die Einrichtungen durch dieses Angebot stark entlastet werden würden und Besuche, die so wichtig in dieser Zeit seien, ermöglicht werden könnten. „Alle können sich sicher fühlen“, so der Amtsleiter.  

Natalie Gräfe berichtete, dass wöchentlich durchschnittlich 100 – 150 Menschen kommen, die sich testen lassen und alle ihre große Dankbarkeit zum Ausdruck bringen würden. „Die Menschen sind einsam und haben viel Gesprächsbedarf. Manche berichten, dass sie nur noch den einen Menschen im Heim haben und so dankbar und glücklich sind, dass sie ihre Lieben besuchen können“, so Natalie Gräfe.  

Auch Hauptfeldwebel Christina Minke aus Feldkirchen, die seit vielen Wochen bei den Barmherzigen Brüdern im Einsatz ist, sagt „Wir versuchen unser Bestes zu geben. Die Zusammenarbeit mit den Pionieren aus Bogen ist toll und wir können gemeinsam das Soziale wieder etwas in den Vordergrund bringen. Die Zusammenarbeit mit den Barmherzigen Brüdern und der Stadt klappt ebenfalls wunderbar und wir können alle ein gutes Signal senden.“

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